Tentamort


Diese dunkelblaue Kreatur hat einen kegelförmigen, von zornigenroten Augen und zahlreichen Tentakeln bedeckten Leib. Zwei dieser Tentakel sind länger als die übrigen.


Tentamort HG 4

EP 1.200
N Mittelgroße Aberration
INI +5; Sinne Blindgespür 9 m, Dunkelsicht 18 m, Rundumsicht; Wahrnehmung +11


VERTEIDIGUNG


RK 17, Berührung 11, auf dem falschen Fuß 16 (+1 GE, +6 natürlich)
TP 39 (6W8+12);
REF +5, WIL +7, ZÄH +4


ANGRIFF


Bewegungsrate 6 m, Klettern 6 m
Nahkampf Stachel +6 (1W6+2 plus Gift), Tentakel +2 (1W6+1 plus Ergreifen)
Besondere Angriffe Würgen (1W6+1)


SPIELWERTE


ST 15, GE 13, KO 14, IN 1, WE 14, CH 6,
GAB +4; KMB +6 (Ringkampf +10); KMV 17 (kann nicht zu Fall gebracht werden)
Talente Blitzschnelle Reflexe, Verbesserte Initiative, Waffenfokus (Tentakel)
Fertigkeiten Klettern +10, Wahrnehmung +11


LEBENSWEISE


Umgebung Beliebige Feuchtgebiete oder Unterirdisch
Organisation Einzelgänger, Paar oder Brut (3-6)
Schätze Gelegentlich


BESONDERE FÄHIGKEITEN



Gift (AF) Stachel – Verwundung; Rettungswurf Zähigkeit SG 15; Frequenz 2 Runden; Effekt 1W4 Konstitutionsschaden plus Übelkeit; Heilung 1 Rettungswurf.


Tentamorte sind unheimliche Jäger, die in Hinterhalten lauern. Sie ziehen es vor, ihre Beute zu sich kommen zu lassen, statt auf Nahrungssuche auszuziehen. Dabei verlassen sie sich auf ihre exzellenten Sinne, die sie auf nahende Mahlzeiten aufmerksam machen. Ein Tentamort verfügt über mehrere Tentakel, von denen er die meisten zur Fortbewegung nutzt. Zwei davon haben sich aber im Laufe der Evolution zu dem alleinigen Zweck weiterentwickelt, Nahrung einzufangen. Einer dieser längeren Tentakel ist mit sehr kleinen, klebrigen Knötchen überzogen und kann die Beute würgen, während der andere in einem langen, dünnen Stachel endet. Die Angriffsmethode eines Tentamorten besteht darin, die Beute mit seinem Würgetentakel zu ergreifen und das im Ringkampf befindliche Ziel dann mit dem anderen zu stechen. Das Gift des Tentamorten ist besonders furchtbar, da es rasch die inneren Organe des Zieles zu einer ranzigen Pampe verflüssigt, welche das Monster mit demselben Stachel dann trinken kann. Dabei macht es üble Sauggeräusche. Größere Wesen erfordern meist mehrere Stiche (und müssen bei mehreren Rettungswürfen gegen das Gift scheitern), ehe der Tentamort sie vollständig aussaugen kann. Tentamorte besitzen kaum Intelligenz – diese reicht aber aus, um „Gefahr“ und „Essen“ gerade so eben voneinander zu unterscheiden. Sobald ein Tentamort seine Beute ergriffen hat, neigt er dazu, sich völlig auf diese zu konzentrieren und Angriffe aus anderen Quellen zu ignorieren, solange sein aktuelles Opfer eine Nahrungsquelle ist. Wenn ein Tentamort mit einem Wesen fertig ist, bleiben in der Regel nur Haut und Knochen zurück.


Ein gutgenährter Tentamort nutzt die leeren Hüllen seiner Mahlzeiten als eine Art Brutkasten für seine schwarzen Eier. Er injiziert diese in einer kavierähnlichen Ansammlung in den verrottenden Leichnam, wo sie im Laufe der nächsten Wochen reifen. Nach dieser Zeit schlüpft etwa ein Dutzend handgroßer Tentamorte und kriecht aus den Körperöffnungen ihres Wirts. Abhängig davon, wie viel Beute verfügbar ist, können eins bis sechs der Junge überleben, die sich dann von Ratten und sehr kleinem Ungeziefer ernähren, bis sie schließlich erwachsen sind. Junge Tentamorte sehen aus wie dunkelblaue Seesterne mit einem einzelnen roten Auge im Zentrum. Sie verfügen zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die längeren spezialisierten Tentakel – diese wachsen ihnen erst, wenn sie erwachsen werden. Ein junger Tentamort hängt sich oft an ein größeres Raubtier, ähnlich einem Remora, der sich einen Hai hängt und sich löst, um sich an der Beute des Hais zu nähren, während dieser schläft.


Manche Tentamorte werden um einiges größer als ihre menschengroßen Verwandten. Sie sind als Höhere Tentamorte bekannt, haben die Größe von Ogern (Große Kreaturen) und besitzen wenigstens 10 Trefferwürfel. Ihre spezialisierten Tentakel werden bis zu 6 m lang, so dass die Kreatur eine größere Reichweite als ein gewöhnliches Großes Monster besitzt. Höhere Tentamorte kommen nicht in Gruppen vor, da diese Wesen ihre Größe nur durch Kannibalismus erreichen konnten, was nahe legt, dass sich in den Körpern anderer Tentamorte bestimmte Nährstoffe befinden, die es ihnen gestatten, ihre natürlichen Grenzen zu überschreiten. Einige dieser Kreaturen sind Mutationen mit zwei Tentakeln und zwei Stacheln. Doch am unheimlichsten ist der Umstand, dass diese Monster über eine unerwartete Intelligenz verfügen – sie sind häufig ebenso intelligent wie Menschen oder sogar noch klüger. Sie können nicht sprechen, verfügen aber über eine telepathische Begabung, die nur bei den Wesen funktioniert, mit denen sie in Körperkontakt stehen. Diese Gabe benutzen sie oft, um sich mit ihrem Essen zu „unterhalten“, während sie es aussaugen.


Referenz: MHB II - Seite 245