Krenschar


Diese ohrenlose, pantherartige Bestie knurrt und fletscht die Zähne, während seine Gesichtshaut zu zucken beginnt und sich zurückschält, um die Knochen und das Fleisch darunter offen zu legen.


Krenschar HG 1

EP 400
N Mittelgroße magische Bestie
INI +6; Sinne Dämmersicht, Dunkelsicht 18 m, Geruchssinn; Wahrnehmung +5


VERTEIDIGUNG


RK 15, Berührung 12, auf dem falschen Fuß 13 (+2 GE, +3 natürlich)
TP 13 (2W10+2)
REF 5+, WIL +1, ZÄH +4


ANGRIFF


Bewegungsrate 12 m
Nahkampf Biss +2 (1W6), 2 Klauen +2 (1W4)
Besondere Angriffe Fleischfratze


SPIELWERTE


ST 11, GE 14, KO 13, IN 6, WE 12, CH 13,
GAB +2; KMB +2; KMV 14 (18 gegen Zu-Fall-bringen)
Talente Verbesserte Initiative
Fertigkeiten Einschüchtern +1 (Entmutigen +5), Heimlichkeit +10, Wahrnehmung +5, Volksmodifikatoren Einschüchtern um zu entmutigen +4, Heimlichkeit +4
Sprachen Sylvanisch (kann nicht sprechen)


LEBENSWEISE


Umgebung Gemäßigte Ebenen oder Wälder
Organisation Einzelgänger, Paar oder Rudel (6-10)
Schätze Keine


BESONDERE FÄHIGKEITEN



Fleischfratze (ÜF) Mit einer Standard-Aktion kann ein Krenschar sich die Haut vom Gesicht zurückziehen und die Muskulatur und die Knochen darunter freilegen. Dies zählt als Einschüchterungsversuch zum Entmutigen eines Gegners und ist eine Außergewöhnliche Fähigkeit. Der Krenschar kann dabei noch ein lautes Kreischen ausstoßen, welches starke Furcht bei einer einzelnen Kreatur innerhalb von 30 m, die den Krenschar sehen kann, hervorruft. Die Zielkreatur muss einen Willenswurf gegen SG 12 bestehen oder ist für 1W4 Runden Verängstigt (falls sie 6 oder weniger Trefferwürfel besitzt) oder Erschüttert (falls sie mehr als 6 Trefferwürfel besitzt). Wenn der Rettungswurf gelingt, kann die Kreatur von der Fähigkeit Fleischfratze desselben Krenschar für die nächsten 24 Stunden nicht betroffen werden. Diese ist ein geistesbeeinflussender, schallbasierender Furchteffekt. Der SG des Rettungswurfes basiert auf Charisma.


Der Krenschar ist eine fremdartige Kreatur, die einer großen Raubkatze ohne Ohren ähnelt – jedoch mit dem Unterschied, dass er sein Fell und seine Gesichtshaut zurückziehen kann, um den glänzenden Schädel und die Muskeln darunter freizulegen. Kombiniert mit seinem merkwürdigen, klagenden Heulen reicht dies, um seine Beute zu lähmen und durchaus fähige Gegner in die Flucht zu jagen.


Die zurückziehbare Haut ermöglicht es dem Krenschar, Aas zu fressen und dabei ein geringeres Risiko einzugehen, mit krankheitsübertragendem Ungeziefer in Kontakt zu kommen, ähnlich wie beim nackten Kopf und Hals eines Geiers. Wenn die Kreatur mit dem Fressen fertig ist, schiebt sich die Gesichtshaut wieder auf ihre angestammte Position und entfernt dabei Blut und sich festklammernde Käfer. Die Fähigkeit, die Haut zurückziehen zu können, wird auch in anderen Situationen demonstriert – männliche Krenschare entblößen ihre Schädel gegenüber Rivalen als Herausforderung zum Kampf um ein Weibchen, Weibchen nutzen sie, um unerwünschte Freier wegzujagen, und jagende Erwachsene treiben so verängstigte Beute in Hinterhalte.


Obwohl Krenschare es in der Regel bevorzugen, Herdentiere wie Rehe oder Rinder zu jagen, zögern sie auch nicht, Humanoide anzugreifen, wenn Nahrung knapp ist. Ein Krenschar ist im Schnitt 1,20 m – 1,50 m lang und wiegt etwa 175 Pfund.


Die Gelehrten streiten schon lange über die verwirrende Natur der Intelligenz dieser Wesen. Obwohl sie definitiv intelligenter sind als normale Tiere, scheint sich ihre Sprache auf Knurren und Jaulen zu beschränken. Sieht man von ihrer Taktik der Einschüchterung ab, für welche sie berüchtigt geworden sind, verhalten sie sich nicht anders als gewöhnliche Katzen oder Wölfe – sie freunden sich sogar gelegentlich mit Druiden und Waldläufern an. Wer die Intelligenz der Krenschare bestreitet, muss jedoch nur in ihre fremdartigen violetten Augen blicken oder beobachten, wie leicht sie ihre Beute manipulieren und in die Enge treiben, um seinen Fehler zu erkennen – einen Fehler, den nur wenige zweimal machen …


Referenz: MHB II - Seite 152