Alle Paladine folgen einem zugleich rechtschaffenen und guten Kodex, doch wie sie dies tun, variiert von Orden zu Orden und von Individuum zu Individuum. Manche befolgen ihre Eide, indem sie die Straßen und Wege der Welt von Gefahren freihalten, während andere die Gläubigen und ihre Andachtsstätten beschützen.


Heiliger Grenzer (Archetyp)

Ein Heiliger Grenzer betrachtet es als seine heilige Pflicht, die Straßen zwischen den Ortschaften von Banditen freizuhalten und Reisende in Sicherheit zu begleiten. Er muss das Gesetz in der Wildnis durchsetzen und jenen helfen, die sich nicht selbst gegen die vielen Gefahren vor Ort verteidigen können.

Klassenfertigkeiten: Ein Heiliger Grenzer erhält Überlebenskunst und Wissen (Geographie) als Klassenfertigkeiten hinzu.

Bevorzugtes Gelände (AF): Mit der 3. Stufe wählt ein Heiliger Grenzer ein Bevorzugtes Gelände von der Liste der Bevorzugten Gelände des Waldläufers (siehe Grundregelwerk, Kapitel 3, „Waldläufer“). Diese Fähigkeit funktioniert ansonsten wie das gleichnamige Waldläuferklassenmerkmal; sie ersetzt die Gnade, welche ein Paladin mit der 3. Stufe erhält. Wenn ein Heiliger Grenzer eine weitere Gnade auswählen könnte, kann er stattdessen ein weiteres Bevorzugtes Gelände wählen und seine Boni bei einem seiner Bevorzugten Gelände verbessern, wie es einem Waldläufer möglich ist.

Gemeinschaftstalent (AF): Mit der 6. Stufe erhält ein Heiliger Grenzer ein Bonusgemeinschaftstalent, dessen Voraussetzungen er allerdings erfüllen muss. Als Standard-Aktion kann er eine Anwendung von Böses niederstrecken nutzen, um dieses Talent allen Verbündeten innerhalb von 9 m Entfernung zu verleihen, welche ihn sehen und hören können. Die Verbündeten können dieses Bonustalent für 3 Runden plus 1 Runde pro 2 Paladinstufen des Heiligen Grenzers nutzen und müssen die Talentvoraussetzungen nicht erfüllen. Böse Kreaturen erhalten die Vorteile des Gemeinschaftstalentes selbst dann nicht, wenn der Paladin sie als Verbündete betrachten sollte. Diese Fähigkeit ersetzt die Gnade, welche ein Paladin mit der 6. Stufe erhält; ein Heiliger Grenzer könnte daher mit dieser Stufe kein zusätzliches Bevorzugtes Gelände wählen.


Tempelstreiter (Archetyp)


Ein Tempelstreiter ist ein mächtiger Krieger, welcher sich einer Gottheit des Guten oder der Ordnung geweiht hat. Er sieht sich selbst in erster Linie als Diener seiner Gottheit und erst in zweiter Linie als Beauftragten der Kirche seiner Gottheit. Der Tempelstreiter verfügt über ein verfeinertes Verständnis für einen Aspekt seines Glaubens und gibt seine normale Fähigkeit, Paladinzauber zu wirken, zugunsten der domänenbasierenden Segnungen und Domänenfähigkeiten eines Kriegspriesters auf.

Zauber: Ein Tempelstreiter erhält keinen Zugang zu Paladinzaubern und besitzt daher weder eine Paladinzauberliste, noch eine Paladinzauberstufe.

Verliehene Domänenfähigkeiten: Mit der 4. Stufe wählt ein Tempelstreiter eine der von seiner Gottheit verliehenen Domänen aus (oder eine zu seinem Ethos oder seinen Zielen passende Domäne nach Maßgabe des SL). Der Tempelstreiter erhält die Domänenfähigkeit der 1. Stufe und nutzt seine Paladinstufe als effektive Klerikerstufe, um die Effekte dieser Fähigkeit zu bestimmen. Alle auf Weisheit basierenden Effekte dieser Fähigkeit nutzen dabei den Charismawert, bzw. –modifikator des Tempelstreiters. Der Tempelstreiter erhält keinen Zugang zur Liste der Domänenzauber.

Segnungen (ÜF): Mit der 5. Stufe erhält ein Tempelstreiter die Schwächere Segnung (siehe Kapitel 1, „Kriegspriester“) der Domäne, welche er mit der 4. Stufe gewählt hat. Er nutzt seine Paladinstufe als effektive Kriegspriesterstufe und seinen Charismawert, bzw. –modifikator, wann immer bei der Segnung auf Weisheit abgestellt wird. Mit der 11. Stufe erlangt er die Mächtige Segnung seiner gewählten Domäne. Diese Fähigkeit ersetzt Göttlicher Bund und Aura der Gerechtigkeit.