Der Beinacker


Eine gewaltige Felsnadel reicht von der Oberfläche der Äußeren Sphäre weit in die Tiefen der silbernen Weite der Astralebene. Sie dient den von ihrer sterblichen Hülle befreiten Monaden des Flusses der Seelen auf ihrer Reise zu ihren letzten Bestimmung im Jenseits als Leuchtturm. Dieses unheimliche Reich wird auch als das Fegefeuer bezeichnet. Es ist die Heimat zahlloser Seelen, welche auf ihren letzten Richtspruch warten. Diese stillen Seelen besitzen noch die Gestalt ihrer Astralleiber und erinnern sich an Szenen aus ihrer sterblichen Existenz im Rahmen innerer Reisen der Katharsis.


Dieser zuweilen als „kama-loka“ bezeichnete Vorgang gestattet der Seele, Schlüsselszenen ihrer sterblichen Existenz noch einmal zu erleben und die Lehren ihrer Existenz auf der Materiellen Ebene einzuschätzen. Nur wenn sie mit den psychologischen Problemen der Vergangenheit abgeschlossen hat, kann sie den Fluss der Seelen weiter bereisen. Während eine Seele über ihre früheren Angelegenheiten reflektiert und mit diesen abschließt, lässt sie auch ihre Bindungen an diese Geschehnisse los und beginnt sie zu vergessen. Auf diese Weise reinigt sie sich für die kommenden ruhmreichen (oder furchtbaren) Verwandlungen. Aus diesem Grund können sich Bittsteller auf den Ebenen der Äußeren Sphäre nur selten an viele Dinge ihrer sterblichen Existenz erinnern, und können sich die meisten Sterblichen wiederum nicht an frühere Inkarnationen auf der Materiellen Ebene erinnern.


Das Uralte Wissen bezeichnet die letzten Momente einer Seele zuweilen als Blick in den See der Sterblichen Reflektionen und damit, dass das ganze Leben vor den Augen des Betroffenen vorbeijagt. Die Lehren der Manasaputras, welche die okkulte Entwicklung der Sterblichen lenken, verweisen dagegen darauf, dass das größte esoterische Schicksal nicht einfach darin besteht, einen Blick auf den See zu werfen, sondern in ihn hineinzuspringen und unterzutauchen, auf dass sein Wasser den Betreffenden völlig umfasst. Dies befreit die Seele von ihrem Karma und den Erfahrungen der Vergangenheit, so dass die gereinigte monadische Seele einen neuen Körper im Kreislauf der Wiedergeburt übernehmen kann. Mit jeder weiteren Reinkarnation erlangt die Monade ein größeres Verständnis für das Universum und die allem Lebenden gemeinsame Seele des Kosmischen Feuers. Mit diesem Verständnis geht größere Kontrolle über die letzte Inkarnation der Seele als Externar einher. Dem esoterischen Wissen nach sind die erfahrensten Eingeweihten imstande, ihr Schicksal selbst zu wählen und zu mächtigen Externaren, sterblichen „Aufgestiegenen Meistern“ ohne Gleichen oder sogar lebenden Göttern zu werden.


Die breite Mehrheit der Seelen reinkarniert sich nicht. Wenn sie den Vorgang des kama-loka vollenden, ist ihr Astralleib für den letzten Richtspruch bereit. Manche Seelen bringen das kama-loka schnell hinter sich, während er für andere Jahre, Jahrzehnte oder länger dauert. Im unwahrscheinlichen Fall einer Konvertierung auf dem Sterbebett, der Abwendung vom Glauben oder strittigen, seelenbindenden Pakten streiten die Advokaten hinsichtlich der möglichen Schicksale der Seelen miteinander.


Der Beinacker hat die folgenden Merkmale:

  • Zeitlos: Alter, Hunger, Durst, Leiden (wie z.B. Flüche, Krankheiten und Vergiftungen), aber auch natürliche Heilung funktionieren auf dem Beinacker nicht, nehmen ihre Funktion aber mit Verlassen des Beinackers wieder auf.
  • Göttlich wandelbar: Gottheiten, deren Reiche auf dem Beinacker liegen, können die Ebene nach Belieben verändern.
  • Starke neutrale Gesinnung
  • Verbesserte Magie: Zauber und zauberähnliche Fähigkeiten der Kategorie Tod oder der Domänen der Ruhe oder des Todes werden verbessert.